Die Prinz-Wilhelm-Eisenbahn
Enstehung der Bahnstrecke
Im Jahre 1829 wurde in Wuppertal eine Aktiengesellschaft gegründet welche sich mit dem Kohletransport von der Ruhr zu Wupper befasste.
Nach Streiterreihen zwischen den Städten Elberfeld und Barmen und den Regierungssitzen in Düsseldorf und Berlin wurde dann der Bau einer Eisenbahn Englischen Vorbilds beschlossen.
Beginnen sollte die Bahn an den Zechen der Ruhr und enden sollte diese In Nierenhof, von wo aus der Transport dann mir Pferdefuhrwerken nach Barmen und Elberfeld erfolgen sollte.
Baubeginn war August 1830 und zum Ende kamen die Arbeiten im Juni 1831, die Gesamtlänge Schmalspurstrecke betrag 7,5 km, es wurde eine Trasse entlang des Dailbaches gewählt.
Sitz der Gesellschaft war Langenberg.
Hier begannen 1840 dann auch die Überlegungen zum Bau einer Bahnstrecke von Langenberg nach Vohwinkel über Neviges sowie die Umspurung auf Normalspur.
Die Planungen dieser zunächst nur eingleisigen Strecke lagen in den Händen Oberingeneurs Andrießen, dieser erstellte 1844 den Entwurf zur Weiterführung der Strecke.
Dieser sah beachtliche Steigungen vor, so sollte die Steigung zwischen Neviges und Aprath 1:30 betragen., dies konnte nur durch eine 120PS starke Lokomotive geschafft werden.
Die Überwindung der Höhen zwischen Neviges und Vohwinkel war zudem nur durch die Errichtung einer Kopfstation nahe Neviges möglich, dort sollten die Lokomotiven auf einer Drehscheibe gewendet werden.
Auf dem Abschnitt von Neviges bis zur Kopfstation war der Betrieb mit zwei Triebfahrzeugen nötig, auf den weiteren Abschnitten kam man mit einer Lokomotive aus.
Die Bauarbeiten begannen dann am 27.Juli 1944 zwei Tage vor dem offiziellen Baubeginn, obwohl die Hochbauten der Strecke sowie die Anschlußgleise fehlten wurde die Strecke am 23.Juli 1847 eingeweiht,
die Übergabe an den öffentlichen Verkehr erfolgte dann am 01.Dezember 1847.
Schon schnell wurde klar, daß eine Linienführung nur bis an die Ruhr nicht ausreichte, da die wichtige Schienenader des "Ruhrgebietes" nicht erreicht wurde,
so entwickelte sich der Kohlentransport nicht so gut wie erhofft und fast wäre es zum Konkurs gekommen.
Im Jahr 1862 ging die Prinz-Wilhelm-Eisenbahn dann in den Besitz der Bergisch-Märkischen-Eisenbahn über, durch das nun eingebrachte Kapital konnte die Ruhrbrücke bei Steele errichtet werden und am 1.Juni 1863 überquerte der Erste Zug die Ruhr.
Durch die technische Weiterentwicklung konnte im Jahr 1868 die Nevigeser Kopfstation stillgelegt werden und die beiden Gleisenden durch eine Kurve ersetzt werden.

Quelle: Buch vom Auftakt zum 20-Minuten-Takt Herausgeber Stadtarchiv Velbert
Fahrzeugeinsätze
Da mir hierzu Daten fehlen kann ich nur beschreiben, was ab den 70er Jahren für Fahrzeuge zum Einsatz kamen.
Personenverkehr:
BR DB V100 in Verbindung mit Silberlingen in den 70er - 90er Jahren.
Dabei fuhren die Züge zwischen Essen und Wuppertal, wobei es einige Leistungen bis Solingen über Remscheid gab.
BR DB 216 in Verbindung mit Silberlingen als Wendezüge ab den 90er Jahren.
Ab dem Einsatz der BR 216 gab es durchgehende Leistungen von Haltern/Bottrop bis Wuppertal.
BR DB 218 in Verbindung mit Silberlingen als Wendezuüge ab Mitte der 90er Jahre bis zum Dezember 2003.
Die Züge verkehrten nun nicht mehr bis Wuppertal-Oberbarmen sondern nurnoch bis Wuppertal Hbf.
BR DB 628 als einteilige Triebwagen-Einheit zwischen Langenberg und Wuppertal während des Umbaus zur S-Bahn.
BR DB 143 mit S-Bahn-Wendezüge nach Abschluß der Elektrifizierung und Ausbau zur S-Bahn.
BR DB 420 als einteilige Triebwagen-Einheit parallel zu Wendezügen mit BR 143.
Güterverkehr:
BR V60 mit Übergaben an die Anschlüsse der Strecke, meines Wissens nach gab es nach dem 2.Weltkrieg keine Planleistungen von höherwertigen Verkehren.
